Naturschutzgebiet Friedrich-August-Grube - Das Außergewöhnliche

Seltene Flechten der Gattung Cladonia (Foto: Archiv BNL)
Seltene Flechten der Gattung Cladonia (Foto: Archiv BNL)

Im Jahr 2005 gesellte sich zu den sechs bestehenden Naturschutzgebieten im Oberen Hotzenwald ein weiteres hinzu: die Friedrich-August-Grube, südwestlich des Horbacher Moors gelegen. Auf einer Fläche von 9 ha wurden für das gesamte Natura 2000-Gebiet einmalige Lebensräume unter Schutz gestellt.

Die Verlandungszone des Klosterweihers (Foto: Cordes)
Die Verlandungszone des Klosterweihers (Foto: Cordes)

In der namensgebenden Friedrich-August-Grube wurde in früherer Zeit der Abbau von Nickel betrieben, heute ist sie zu einem Besucherbergwerk umfunktioniert und lockt mit eindrucksvollen Erlebnissen unter Tage. Auf den angebotenen Exkursionen können neben den kulturellen Attraktionen auch die wertvollen Flechtenvorkommen auf den ehemaligen Abraumhalden bestaunt werden. Diese zarten Geschöpfe - teils Alge, teils Pilz - gehören zu einer besonderen Art, die sich auf Schwermetalle spezialisiert hat und bundesweit nur hier vorkommt.

Des Weiteren beinhaltet das Naturschutzgebiet einige angrenzende Felsmassive mit seltenen Pflanzen und einen Teil des östlich gelegenen Klosterweihers. Wer dieses malerische Gewässer betrachtet, wird feststellen, dass der nordwestliche Bereich bereits verlandet, d.h. das Röhricht immer weiter gen Weihermitte vordringt. Diese im Oberen Hotzenwald einmalige Verlandungszone mit teilweise stark gefährdeten Pflanzenarten sollte nicht durch Badende gefährdet werden und steht deshalb unter Schutz.
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