Winterwanderweg (Foto Cordes)
Winter - Verschnaufpause vor dem Neubeginn
Während Schneeflocken leise die Landschaft in ein friedliches Weiß tauchen, beginnt unter der Schneedecke die Zeit der Regeneration. Im tiefen Winterschlaf und in erholsamer Winterruhe ziehen sich nun viele Tiere bis zum Frühling zurück. Doch viele Zwei- und Vierbeiner hinterlassen weiterhin ihre Spuren.
Einen besonderen Reiz gewinnen Schneeschuh-wanderungen, denn dort ist man der Natur ganz nah.
Bevor man das LIFE-Gebiet mit seinen Schneeschuhen durchstapft, sollte man sich über gebahnte und gewalzte Wege informieren und auch über das Winterangebot mancher Naturführer (Siehe auch Schneeschuhtour Ibach unter www.ibach-schwarzwald.de).
Auf geführten Touren sieht man meist mehr, als alleine. Ausgeschilderte Wege sollte man nicht verlassen, besonders das Wild hat es im Winter sehr schwer und unnötige Fluchten zehren an den Reserven.
Ab dem Wanderparkplatz Schormättle ist der gewalzte Panoramaweg auf der anderen Seite der Landstraße ein idealer Einstieg in eine abwechslungsreiche Schneeschuhwanderung. Man folgt der blauen Raute Richtung Ibach. Sobald man aus dem Wald tritt, bietet sich - an klaren Tagen - eine herrliche Aussicht bis zu den schneebedeckten Alpen und auf Ibach. In unmittelbarer Umgebung kann man den Blick über die zum Teil frisch entbuschten Weidflächen schweifen lassen – einzelne Wachholderbüsche biegen sich unter der Last des Schnees. Dort wo sonst gelbe Arnika und Silberdisteln ihren farblichen Akzent setzen, wo der Neuntöter seine Beute aufspießt, bildet das Weiß des Schnees einen funkelnden Kontrast zum blauen Himmel. Bald schon taucht die Engländerhütte auf. Wieder auf dem Panoramweg führt ein Schild in Richtung Klosterweiher und Erlebnis-Bergwerk in den Wald und dann unter Strommasten über eine Hochweide.
Wenn man an der Wegkreuzung Bruhhalde der gelben Raute folgt, gelangt man wieder auf einen gebahnten Winterwanderweg und am Abzweig zur Friedrich-August-Grube vorbei. Dort überwintern in den ehemaligen Bergwerksstollen verschiedene Fledermausarten und unter dem Schnee schlummern zahlreiche Moose und Flechten, die erst im Frühjahr wieder ihre verhaltene Pracht entfalten.
Der Kreuzfelsen mit seiner Schutzhütte bietet nach der Entnahme von Fichten und Faulbaum wieder einen Blick auf Dachsberg-Wittenschwand und nach der ca. zweistündigen Tour auch Gelegenheit zu einer ausgiebigen Rast.
Zur Rückkehr an den Parkplatz beim Schormättle kann man den Abstieg nach Wittenschwand wählen, um sich bei einem kurzen Fußmarsch nach Ruchenschwand die Beine etwas anders zu vertreten. In Ruchenschwand geht man an der Kapelle Richtung Bildstöckle und schnallt auf dem Kirchweg wieder seine Schneeschuhe an. Nach einer Weile führt der Panoramweg rechts wieder zum Schorrmättle zurück.
