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Herbst am Klosterweiher

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Pfifferlinge

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Steinpilz

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Habichtspilz

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Schweinsohr

Herbst ... die goldene Zeit

Wenn in den Tälern der Nebel für ungemütliche Stimmung sorgt, herrscht auf den Bergen herrlichster Sonnenschein! Die Mischwälder bereichern die Farbpalette der Landschaft um tausend Gelb-, Gold-und Rottöne.


Pilze im Oberen Hotzenwald

Pilze sind in erster Linie wegen ihres Speisewertes begehrt und so werden unsere Wälder  besonders im Sommer und Herbst von  zahlreichen Pilzsammlern aus der Umgebung und der nahen Schweiz aufgesucht. Pilze verdienen unsere Aufmerksamkeit aber nicht nur  wegen ihrer Verwendung in der Küche, sondern auch wegen ihrer Formen- und Farbenvielfalt, die den aufgeschlossenen Waldwanderer immer wieder faszinieren. Erinnert sei auch an die wichtige Rolle, die die Pilze im Naturhaushalt spielen. Sie bauen zusammen mit Bakterien abgestorbenes Pflanzenmaterial wie Totholz, Äste, Blätter und Nadeln ab und sorgen dadurch dafür, dass der Stoffkreislauf im Wald geschlossen wird. Andere Arten, zu denen die meisten bekannten Speise- und Giftpilze gehören, sind mit den Wurzeln der Bäume durch Symbiose eng verbunden. Sie helfen den Bäumen bei der Aufnahme von Wasser und Nährsalzen und erhalten dafür Kohlenhydrate, die sie selber mangels Chlorophyll (Blattgrün) nicht produzieren können.

Die von Tanne und Fichte beherrschten Nadelwälder im Oberen Hotzenwald  sind naturgemäß sehr pilzreich, da hohe Niederschläge  und nährstoffreiche Böden über Gneis und Granit das Wachstum vieler Pilzarten begünstigen. Am beliebtesten und bekanntesten ist zweifellos der Pfifferling, der mit seinen leuchtend gelben Hüten aus den grünen Moosrasen herausschaut und trotz intensiven Sammelns bis heute immer noch zahlreich vorkommt. Zu den Pfifferlingen zählt auch der oberseits graubraune, unterseits gelb leuchtende Trompetenpfifferling, der in feuchten Moospolstern und an Moorrändern massenhaft auftreten kann.

Der Steinpilz besiedelt nicht nur Wälder, sondern auch mit Vorliebe die baumbestandenen Weidfelder, wo er in manchen Jahren in Menge auftritt. Als Doppelgänger des Steinpilzes sind Gallenröhrling und Schönfußröhrling zu nennen.  Wenn auch nicht giftig, verderben sie wegen ihrer Bitterkeit jedes Pilzgericht. Leicht kenntlich sind dagegen die gerne gesammelten Maronen- und Rotfußröhrlinge.

Groß ist das Heer der Täublinge und Milchlinge, die den Nadelwald bevölkern und mit ihren oft bunten Hüten den Waldboden beleben. Letztere, vielfach auch als Reizker bezeichnet, erkennt man an den Milchtröpfchen, die sie bei Bruch oder Verletzung abgeben. An der Milch, die weiß ist, sich manchmal gelb, rot oder violett verfärbt, manchmal mild, scharf oder bitter schmeckt, kann man viele Arten unterscheiden. So erkennt man den unter Fichten und Tannen wachsenden, essbaren Blutreizker an der karottenroten Milch.

Wo im  Raum Ibach und Dachsberg basenreiche Gneise (mit geringem Kalkgehalt) den Untergrund bilden, kann man dem schönen Habichtspilz begegnen, der rehbraun gefärbt ist, durch seine dunklen Hutschuppen von oben habichtsartig gefleckt erscheint und auf der Unterseite statt Lamellen Stacheln besitzt. Hier trifft man auch Vertreter der Schnecklinge und Schleimköpfe, die man sonst nur aus Kalkgebieten kennt. Mit Glück findet man hier auch das seltene Schweinsohr, ein violetter Verwandter des Pfifferlings.

Auf den Weidfeldern kann man den Riesenschirmling oder Parasol bewundern. Wo die so typischen Weidfelder ihre ursprüngliche Vielfalt und ihren Reiz noch nicht verloren haben, erscheinen im Spätherbst rot und gelb gefärbte Saftlinge, die stark gefährdet und vielerorts schon ausgestorben sind, weil sie Düngung und Melioration nicht vertragen.     

 


... Sehenswertes an Regentagen