Weidevieh
Sommer - es blüht, brummt und summt
Blumenbunte Wiesen, Rinderweiden und kühlende Wälder mit frischen Bächen laden zur Naturbeobachtung, zum Wandern und Verweilen ein.
Der Panoramaweg rund um Ibach – Blick in die Weite
und in die Nähe
Als Einstieg in den Panoramaweg wählt man den „Wanderparkplatz Kohlhütte“ mit Infotafeln und Grillstellen an der Straße (L 150) zwischen Todtmoos und St. Blasien.
Die Wanderung auf dem Panoramaweg führt um das breite Ibacher Hochtal auf einer Höhe zwischen 900 und 1200 m. Der Weg mit Rastplätzen und Aussichtspunkten bis zu den Schweizer Alpen ist für die gesamte Familie geeignet. Wer zügig geht, ist ca. drei Stunden unterwegs - doch links und rechts des Wegs gibt es Vieles zu entdecken, was zum Verweilen und zur näheren Betrachtung einlädt. Dichte Wälder, moorige Wiesen, gurgelnde Bäche und ausgedehnte Weiden wechseln sich auf elf Kilometern Wanderung ab.
Nach einem kurzen Stück entlang der alten Todtmooser Landstraße, betritt man die ersten Weiden und ist schon mitten im Naturschutzgebiet Kohlhütte - Lampenschweine.
Die großen Allmendweideflächen sind nach alter Tradition Gemeindebesitz. Sie sind durchsetzt von Felsen aus Gneis oder Granit. Diese Gesteine stammen aus der Tiefe des Erdinnern. Zum Teil durch die Kraft der vom Feldberg kommenden Gletscher freigelegt oder abgelagert, sind sie sichtbare Zeugen der letzten Eiszeit. An den Felsen wachsen Farne und das Felsen-Leimkraut.
Weiter führt der Weg durch die Weiden, die hier wegen ihrer besonderen Vielfalt an Pflanzen und Tieren Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000 sind. Als „Artenreicher Borstgrasrasen“ oder „Flügelginsterweide“ gehört ihre Erhaltung und Entwicklung zu den Kernaufgaben des LIFE-Natur-Projekts „Oberer Hotzenwald“. Vielerorts werden deshalb Fichten gefällt, die sich durch Samenflug in den Weiden ausgebreitet haben. Damit werden Gräser und Kräuter gefördert, die viel Licht und Wärme benötigen. Zu den charakteristischen Arten zählen neben dem namengebenden Flügelginster die geschützte Arnika, Blutwurz, Harz-Labkraut und Silberdistel. Die Fülle an schmackhaften Kräutern macht das Fleisch des hier weidenden „Jungen Weiderinds“ der Rasse Vorderwälder zu einem kulinarischen Genuss.
Beim Schorrmättle überquert man die Straße. Auf der kleinen Anhöhe danach steht romantisch eine Bank mit fast unbegrenzter Alpensicht.
In Richtung Engländerhütte setzen sich Heidelbeere und Preiselbeere flächig durch. In der „Trockenen Heide“, kommen aber auch Vogelbeere, Zitterpappel, jungen Fichten und der Faulbaum vor. Die Heide muss deshalb gelegentlich entbuscht werden, damit Neuntöter und Heidegrashüpfer - zwei in Baden-Württemberg gefährdete Tierarten - weiterhin Nahrung und eine geeignete Lebensstätte finden.
Nun geht es über die Hochrütte und den Mittleren Berg bis zum „Kreuz“ und durch eine im LIFE-Projekt wieder hergestellte „Wacholderheide“ auf Serpentinen nach Unter-Ibach hinunter. Nach Überquerung der Straße nähert man sich feuchterem Gebiet. Trollblumen-Wiesen mit verschiedenen Orchideen gehen in der Senke in Flachmoore über. Weithin sichtbar sind die watteartigen Fruchtstände des Wollgrases.
Die Schönheit eines erhaltenen typischen Hochmoors entfaltet sich im Ibacher Moor. Durch dunkle Moorwälder fließen Ibach und Winkelbach und an manchen Stellen müssen ihre Wasserläufe mit Holzbrücken überquert werden. Hier kann man wasserspeichernde Torfmoose, die Moorkiefer oder Spirke, Blumenbinsen und den fleischfressenden Sonnentau entdecken. Einzelne Bachabschnitte sind von Auewäldern mit Erlen, Eschen und Weiden gesäumt. Recht steil geht es dann den Hang hinauf – bei Verschnaufpausen Zeit, um der vielstimmigen Vogelwelt zu lauschen. An manchen Bäumen kann man Markierungsbänder sehen, die auf den besonderen Schutz der Bäume als „Habitatbaum“ verweisen. Hier können Vögel nisten, seltene Flechten vorkommen oder der Baum an sich eine Rarität darstellen. Oberhalb des Winkelbachs verläuft bei der Härte der Dukatenweg und führt entweder mit einem Abstecher nach Unter-Ibach oder der Höhenlinie entlang immer weiter zurück zum Kohlhütteplatz.
Geführte Wanderungen auf dem Panoramaweg bieten auch die im LIFE-Projekt ausgebildeten ‚Naturführer und Naturführerinnen Oberer Hotzenwald‘ an.
Wanderkarte mit touristischen Informationen 1:35.000 ‚St.Blasier Land’ www.lv-bw.de bei allen Tourist-Informationen erhältlich.
...Sehenswertes an Regentagen
