Schmetterling Rex

Junge Neuntöter - Nest in einem Wacholderstrauch (Hohlfeld)

Rotkehlchen singen das ganze Jahr über (Hohlfeld)

Rotkehlchen singen das ganze Jahr über (Hohlfeld)

Rotkehlchen singen das ganze Jahr über (Hohlfeld)

Junger Sperlingkauz auf einer Fichte (Hohlfeld)

Neuntöterweibchen

Brütendes Neuntöterweibchen (Hohlfeld)

Neuntötermännchen

Neuntötermännchen auf einer Ansitzwarte (Hohlfeld)

Frühling - alles Leben erwacht

Wenn der lange Winter im Oberen Hotzenwald zu Ende geht, wird der vielstimmige Gesang der Vögel immer intensiver. Besonders morgens und abends erklingt das Konzert von über 40 Vogelarten. Denn die verschiedenen Lebensräume beherbergen die unterschiedlichsten Vogelarten, von denen manche wahre Kostbarkeiten darstellen.

Ein typischer Bewohner der Weidfelder im oberen Hotzenwald ist der gefährdete Neuntöter. Besonders häufig kommt dieser Vogel im Naturschutzgebiet Kohlhütte-Lampenschweine nördlich von Ibach vor, aber auch bei Ruchenschwand und auf den Wiesen südlich von Ibach. Der Gesang der Neuntötermännchen ist relativ leise und trägt nicht sehr weit. Da die Tiere sich sehr gerne auf erhöhten Warten innerhalb ihrer Reviere postieren, sind sie meist besser zu sehen als zu hören. Sie brüten in freistehenden, dicht benadelten Bäumen und jagen auf den offenen Weideflächen nach Insekten und Kleintieren. Obwohl sie überwiegend große Käfer, Hummeln, Bienen, Wespen, Schmetterlinge und Fliegen erbeuten, verschmähen sie auch Eidechsen und Mäuse nicht. Wenn die Jungen groß genug sind ihr Nest zu verlassen, folgen sie ihren Eltern bettelnd durch die Weidfelder und Wiesen. Diese letzten Wochen bevor sie selbstständig werden, sind für die Altvögel ziemlich anstrengend. Nur durch die Erhaltung und Pflege der Weiden im Oberen Hotzenwald wird der Lebensraum des Neuntöters gesichert. Die Offenhaltung der Weiden verursacht Kosten und Mühen. Dabei muss auch immer wieder entschieden werden, wo Bäume und Sträucher als Lebensstätte für den Neuntöter erhalten bleiben. Im Rahmen des Life-Projekts werden die Weiden, die sich aus Borstgrasrasen und (Wacholder-)Heiden zusammensetzen, auch als Lebensräume für den Neuntöter verbessert.
Während der Neuntöter den Oberen Hotzenwald bereits im September wieder verlässt, und den Winter in Südafrika verbringt, bleiben andere Vögel das ganze Jahr über dort. Überall in den Wäldern brüten beispielsweise Rotkehlchen, die man auch im Winter dort beobachten kann. Die Vögel besetzen ihre Reviere nämlich dauerhaft.
Mit einem perlenden Gesang verteidigen männliche Rotkehlchen ihre Reviere gegenüber Rivalen. Der Gesang dient als Signal, das andere Männchen abschrecken und aus dem besetzten Territorium vertreiben soll. Manchmal kann man sie auch während der Wintermonate hören. Rotkehlchen ernähren sich fast ausschließlich von Würmern, Schnecken, Asseln und Spinnen, die sie auf dem Waldboden suchen. Gelegentlich kommen sie uns dabei erstaunlich nahe. Sie hoffen darauf, dass wir Beutetiere für sie aufscheuchen. Nicht nur Menschen dienen den Rotkehlchen als Jagdhelfer. Es wurde schon beobachtet, wie Rotkehlchen Rehen oder anderen Wildtieren durch ihr Revier folgten und dabei immer wieder aufgescheuchte Insekten aufpickten. Daher ist die Zutraulichkeit der Tiere nicht wirklich verwunderlich.
Seinen Lebensraum teilt das Rotkehlchen teilt mit einem unsichtbaren Feind. Er ist jedoch so selten, dass kaum Gefahr besteht, ihm zum Opfer zu fallen. Besonders in der Dämmerung, geschützt durch das Zwielicht des Waldes, begibt sich der Sperlingskauz auf die Jagd. Die Rufe und der Gesang der Männchen sind relativ markant und eindeutig. Wenn die kleinen Singvögel ihn hören, schließen sie sich spontan zusammen und attackieren den Feind, um ihn aus ihren Revieren zu vertreiben. Mutig fliegen sie Luftangriffe bis die kleine Eule aufgibt und sich ins Dunkel des Waldes zurückzieht. Unsere kleinste heimische Eule ist in den Wäldern um Ibach herum vergleichsweise häufig. Über zehn Paare können im Oberen Hotzenwald in guten Jahren brüten. Dazu brauchen die kleinen Eulen alte Spechthöhlen, die sie vorzugsweise in abgestorbenen Nadelbäumen finden. Je mehr Totholz in einem älteren Waldbestand vorhanden ist, desto größer wird die Chance für den Sperlingskauz, dort eine geeignete Höhle für sich zu entdecken. Wenn die Jungen erst einmal geschlüpft sind, müssen die Altvögel Futter für vier bis sieben hungrige Mäuler mehr mit in die Höhle bringen. Dabei sind sie nicht wählerisch und fangen Mäuse und Singvögel bis Drosselgröße.

 

Pressebericht Vogelkartierung