Sehenswertes an Regentagen

Selbst bei trübem Wetter kann man im Hotzenwald einiges entdecken (Foto: Matt-Willmatt)
Selbst bei trübem Wetter kann man im Hotzenwald einiges entdecken (Foto: Matt-Willmatt)

Wenn im Winter das Wetter die Natur unter einer dichten Schneedecke verbirgt, können Sie die Natur- und Landschaftsgeschichte des Oberen Hotzenwaldes in verschiedenen Museen der Region kennenlernen. Drei Museen sind dafür besonders empfehlenswert

Mineralienmuseum „Gottesehre“ Dachsberg-Urberg

Wenn draußen schwere Regenwolken am Himmel entlang ziehen und das Wetter nicht dazu verlockt, die Natur zu erkunden, lockt ein Tag im Museum. Auf den Spuren des Bergbaus kann man sich im Mineralienmuseum „Gottesehre“ zurück in die Vergangenheit versetzen. Mit Hilfe von Aufzeichnungen aus dem Jahr 1328 läßt sich der Bergbau in der Region nördlich um Dachsberg urkundlich zurückverfolgen. Die heutige Ausstellung zeigt zum Teil sehr seltene Exponate aus der Grube „Gottesehre“ in Bildstein. Im Jahr 1987 wurde die Grube stillgelegt. Nun erinnert die Mineraliensammlung an die Arbeit unter Tage und zeigt die Schätze der Erde, die beim Abbau von Fluss- und Schwerspat gefunden wurden.
Das Museum ist während der Weihnachts- und Fastnachtsferien und von Ostern bis Ende Oktober immer donnerstags zwischen 14 und 16 Uhr und am Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Nach Vereinbarung sind Führungen für Gruppen ab acht Personen ganzjährig möglich. Anmeldung unter 07672/990511 bei der Tourist-Information. Kosten für die Gruppenführung: 15 €.

... Naturschutzgebiet Friedrich-August-Grube

Wer noch mehr über den Bergbau erfahren möchte, der sollte sich die Zeit nehmen und auf dem Gelände des Naturerlebnisplatzes „Friedrich-August-Grube“ selbst zum Kumpel werden. Der Platz ist jederzeit zugänglich und bietet Sehens- und Wissenswertes rund um das Thema Bergbau. Auf Infotafeln erfährt man, wie hart die Arbeit unter Tage für die Männer war. Ein alter Stollen lässt Neugierige und Interessierte in die Haut eines Bergarbeiters schlüpfen. Während Wasser an vielen Stellen von der Decke tropft und die Dunkelheit immer tiefer wird, begibt man sich weiter in den Stollen hinein. Dabei scheint es fast natürlich, dass man den Kopf einzieht vor den Kreaturen der Nacht, die in einem solchen Stollen Unterschlupf finden.
Viele der inzwischen stillgelegten Stollen sind wichtige Überwinterungsquartiere für verschiedene Fledermausarten. Dabei bleiben sie für das menschliche Auge fast unsichtbar und für das menschliche Ohr unhörbar. Im Rahmen des LIFE-Projekts werden stillgelegte Stollen vergittert, um die stark gefährdeten Fledermäuse vor Mineraliensuchern und Wildtieren zu schützen.

Museum Görwihl – Heimatmuseum Hotzenwald

Im Herbst 1986 erhielt die Gemeinde Görwihl ein neues Heimatmuseum, das die Geschichte der Bevölkerung, ihre Arbeitsweisen und die Besonderheiten des Hotzenwaldes anschaulich dokumentiert. Im Gegensatz zu vielen anderen Museen der Welt kennen die Ausstellungsräume in Görwihl keine Ketten oder Absperrseile. Somit besuchen Sie ein „Museum zum Anfassen“. Wenn die Geschichte zum Greifen nahe liegt, vergisst man schlechtes Wetter und Langweile. Die Ausstellung zeigt neben bäuerlichen Arbeitsgeräten für Wald und Flur eine Salpetersiederei, die letzte Görwihler Nagelschmiede mit Handwerkszeug sowie sechs Webstühle, darunter ein elektrischer Seidenbandwebstuhl aus der Zeit um 1900. Mit diesem Sprung in die Zeit, erinnern die Exponate an die lange Tradition der Hausweberei im Hotzenwald. Da die Geschichte des Hotzenwaldes auch immer eng mit der Natur verbunden ist, finden sich in der Ausstellung immer wieder Parallelen zum Naturschutz und somit zum LIFE-Projekt Oberer Hotzenwald.
Eine umfangreiche Broschüre des Heimatmuseums mit vielen Farbfotos und Informationen gibt es im Museum und bei der Görwihler Tourist-Info für 6 €. Sie können die Broschüre auch für 6 € (+ 2,- € Versandkosten) per E-Mail bestellen.

Das Museum ist von Ostermontag bis Martini-Samstag (November) sonn- und feiertags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Gruppenführungen sind während des ganzen Jahres nach Vereinbarung möglich: Tel. 07754 - 1360 (Hr. Eisenbeis) oder 203 (Hr. Feige) oder 871 (Hr. Götz).

Museum St. Blasien

Das Museum St.Blasien verfügt über unterschiedliche Ausstellungen, die den Besucher über Landschaft, Natur und Geologie, über Kunst und Kultur informieren. Der künstlerische Ausstellungsteil besteht aus Arbeiten und Werken heimischer Künstler wie zum Beispiel dem Maler Hans Thoma. Nicht weniger nennenswert sind seine Kollegen Franz Xaver Winterhalter und Hermann Fidel Winterhalter, deren Werke ebenfalls zu bewundern sind. Wenn das Wetter ein Erkunden an der frischen Luft nicht zulässt, sollten Sie dem naturkundlichen Teil der ständigen Ausstellung Beachtung schenken. Hier bieten die Räume des Museums Gelegenheit, die heimischen Tiere zu entdecken und viel Wissenswertes über die Besonderheiten des Hotzenwaldes zu erfahren.

Die Räume des Museums befinden sich im Haus des Gastes in St. Blasien.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag ab 14:30 bis 17:00 Uhr. Für Erwachsene beträgt der Eintritt 1,60 € (mit Kurkarte 1,30 €). Kinder zahlen nur 0,50 €. Auskunft über aktuelle Sonderausstellungen erfahren Sie unter 07672-41437.

... Weitere Aktivitäten im St.BlasierLand